Nienburg, als Ort in unmittelbarer Nachbarschaft der Kreisstadt Bernburg, liegt auf einer kleinen Anhöhe des linken Hochufers der Bode, kurz vor deren Einmündung in die Saale.
Eine Benedektinerabtei wurde 975 von Thankmarsfelde nach Nienburg an die damalige Grenze zum slawischen Siedlungsgebiet verlegt. Im Jahre 1004 wurde die Klosterkirche in Anwesenheit des Kaisers Heinrich II. geweiht.
Mit dem Ausbau der Abtei entwickelte sich das städtische Leben und so erhielt Nienburg bereits 1035 das Markt- und Münzrecht.

1166 verliert das Kloster seine reichsunmittelbare Stellung und 1563 gehen Kloster und Stadt in das Eigentum des askanischen Fürstenhauses über.


Heute zählen besonders die Konzerte in der Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian zu den kulturellen Höhepunkten im Jahr.

Sehenswert und gut erhalten, lädt die Nienburger Klosterkirche St. Marien und St. Cyprian den interessierten Besucher zur Besichtigung und zur Besinnung ein.


Zu den wertvollsten Ausstattungsgegenständen gehören die Gedenkgrabplatte der Gründer der Klosterkirche Markgraf Thietmar von Meißen und dessen Sohn Gero, eine einzigartige gotische Monatssäule, ein Originalgemälde von Lucas Cranach dem Jüngeren und die Reste eines ornamentreichen romanischen Schmuckfußbodens, die 1926 entdeckt wurden.

Die Klosterkirche wurde als 59. Denkmal
auf der Südroute der Straße der Romanik
aufgenommen.



Wehrhafte Burgen, Dome, Klöster und Kirchen aus der Mitte des 13. JH. begegnen dem Besucher auf der Straße der Romanik. Knotenpunkt der Süd- und Nordroute ist Magdeburg mit dem Kloster "Unserer Lieben Frauen", einer der hervorragensten romanischen Anlagen auf deutschem Boden.